Adverpedia

Das Lexikon der Werbung

Begriffe aus der Werbung, die mit dem Buchstaben "S" beginnen

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Satellitenanzeige

Den Begriff Satellitenanzeige benutzt man, wenn ein Werbetreibender auf einer Zeitungsseite mehrere (mindestens 3) kleinformatige Anzeigen veröffentlicht, statt einer grösseren. Sie sind dann meistens in irgendeiner Weise noch besonders hervorgehoben und haben z.B. immer den gleichen Text, aber ein jeweils anderes Bild. Gerne wird eine Art Fortsetzungsgeschichte erzählt; der Leser wird neugierig gemacht und liest auch die anderen "Folgen" der Fortsetzung. Satellitenanzeigen können aber auch völlig identisch sein.
Es ist darauf zu achten, dass die veröffentlichende Zeitung die von der Werbeagentur vorgegebene Platzierung einhält.

Schleichwerbung

Schleichwerbung ist in Deutschland nicht erlaubt: Nach § 4 Nr. 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) muss jede Werbemaßnahme so beschaffen sein, dass ihr werbender Charakter von den Angesprochenen deutlich erkannt werden kann. Werbung muss also immer als solche erkennbar sein.
Die Grenze zwischen Schleichwerbung (also unlauterem Wettbewerb) und Product Placement (für das es sogar einen Award gibt!) ist manchmal schwer festzustellen.

Schneeballsystem
Bei einem Schneeballsystem (nach dem italienisch-amerikanischen Wirtschaftsschwindler Charles Ponzi auch Ponzi-Spiel oder Ponzi-Trick genannt) sind Geschäftsmodelle, bei denen die Gewinne vor allem dadurch entstehen, dass neue Geschäftspartner wiederum investieren, wodurch den schon bestehenden Partnern Gewinne ausgezahlt werden können.
Schneeballsysteme sind eigentlich verboten, die Grenze zu legalen Geschäftsmodellen ist aber fliessend (wie man z.B. am Rentenversicherungssystem erkennen kann). Auch ähnliche Modelle wie Strukturvertriebe oder Multi-Level-Marketing sind legal.
Schweinebauch-Werbung
Unter dem Begriff Schweinebauch-Werbung (benannt nach einem für diese Art Werbung typischen Produkt) fasst die Werbebranche vor allem die aggressive Printreklame im Handelsbereich zusammen, die mit marktschreierisch aufgemachten Sonderangeboten, Rabatten und ähnlichen kurzfristig verkaufsfördernden Maßnahmen die Verbraucher in die Geschäfte lockt. Typisch für Schweinebauch-Werbung ist der weitgehende Verzicht auf eine optisch ansprechende Gestaltung.
Schweinebauch-Anzeigen erfreuen sich bei Mediengestaltern keiner grossen Beliebtheit, ermöglichen Freelancern und Agenturen aber gelegentlich, bei einem grösseren Händler den Fuss in die Tür zu bekommen.
Seeding
Seeding kommt vom englisch-amerikanischen Wort für Streuen oder Aussäen und bezeichnet die erstmalige Verbreitung einer (Werbe-)Botschaft im Rahmen des Viral-Marketing.
Nur wenn die Botschaft von Beginn an auf mehreren, vor allem aber relevanten und gut besuchten Multiplikatoren (z.B. WebSites) zur Verfügung steht, wird in der notwendig kurzen Zeit eine Dynamik entwickeln, die zu einer Verbreitung der Aussagen wie bei einem Virus führt.
SEO (Suchmaschinenoptimierung)

Suchmaschinenoptimierung (Search-Engine-Optimizing) ist die Gestaltung einer WebSite unter dem Aspekt, dass sie in den wichtigsten Suchmaschinen wie Google an hervorragender Stelle plaziert und somit gut gefunden wird - eine wichtige Voraussetzung, um auch aufgerufen zu werden. Suchmaschinenoptimierung wird durch darauf spezialisierte Firmen und Freelancer durchgeführt. Es ist ein sehr aufwendiges Verfahren mit oft nur kurzfristigen und zweifelhaften Ergebnissen.

> mehr zum Thema Suchmaschinenoptimierung

Serifen (-schrift)
Serifen sind die kleinen Querstriche, die bei vielen Schriften einen Buchstabenstrich quer zu seiner Grundrichtung abschliessen. Schriften mit Serifen heissen Serifenschriften, wie z.B. die "Times". Am Computer sind Serifenschriften für kleine Buchstabengrössen nicht so gut lesbar; stattdessen werden für diese Anwendungen lieber serifenlose Schriften genommen, wie "Arial" oder "Helvetica"
Sound-Logo (Audiologo)
Ein Sound-Logo ist das akustische Erkennungszeichen eines Unternehmens - meist eine kurze, manchmal auch etwas längere Klangfolge. Es ist (ggf. wichtiger) Bestandteil des Corporate Design eines Unternehmens und kann auch markenrechtlich geschützt werden. Ein Soundlogo soll Aufmerksamkeit erzeugen und zur Marke passen.
Spin-Off
Ein Ableger, das Ergebnis beim Brand Stretching.Das neue Produkt, das im Zuge von Brand-Stretching etabliert wird, ist ein Spin-Off
Sponsoring
Die Unterstützung von Einzelpersonen oder Gruppen, Organisationen oder Veranstaltungen durch Geld und Sachmittel oder kostenlos erbrachte Dienstleistungen, in der Erwartung, dafür auf das eigene Unternehmen aufmerksam machen zu können. Sponsoring ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, mit dem Ziel der Absatzförderung für ihre Produkte und Dienstleistungen
Stakeholder
Alle, die von der Tätigkeit eines Unternehmens betroffen sind, mit dem Unternehmen also in irgendeiner Weise in Beziehung stehen. Vor allem sind es also Eigentümer, Management, Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden und auch die Mitbewerber, Banken und andere Geldgeber und die staatliche Verwaltung. Diese Aufzählung ist nicht ausschliessend.
Störer
Der Störer stört das ansonsten hoffentlich harmonische Erscheinungsbild einer Kommunikationsmassnahme. Er ist verwandt, aber nicht identisch mit dem Eyecatcher. Oft sind es kleine Preis- oder Aktions-Buttons - alles, was das Auge ablenkt, weil es sich z.B. durch Farbe oder Schriftgrösse von der Umgebung unterscheidet.
Wenn Störer wirklich stören im Sinne von "nerven", dann sind sie allerdings kontraproduktiv.
Streuverlust
Streuverluste entstehen, wenn Werbeträger (z.B. Flugblätter oder Zeitungsbeilagen) Adressaten erreichen, die nicht zur definierten Zielgruppe gehören. Dies produziert Kosten, denen keine Ergebnisse gegenüberstehen.
Styleguide
Gestaltungsrichtlinie. Der Styleguide eines Unternehmens oder einer Organisation beinhaltet alle Vorgaben für sein visuelles Erscheinungsbild im Geschäfts-, Print- und Onlinebereich, z.B. Farben, Schriften, verwendete Papiersorten und Zeilenabstände - wirklich alles.

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